Brennholz richtig lagern: So bleibt Ihr Holz trocken und ofenfertig

Sie haben Ihr Brennholz geliefert bekommen, der Stapel liegt vor dem Haus – und jetzt? Wie und wo Sie Holz lagern, entscheidet darüber, ob es im Winter zuverlässig brennt oder nur qualmt und zischt. Mit ein paar einfachen Grundregeln sorgen Sie dafür, dass Ihr Brennholz trocken, heizstark und ofenfertig bleibt.

Warum die Lagerung so wichtig ist

Holz ist ein Naturprodukt und nimmt Feuchtigkeit aus seiner Umgebung auf, wenn man es lässt. Nasses Holz verbrennt schlecht: Ein Großteil der Energie geht dafür drauf, das Wasser zu verdampfen. Die Folge sind weniger Wärme, mehr Rauch und Rußablagerungen an Ofenscheibe und Schornstein. Gut gelagertes, trockenes Holz dagegen entzündet sich schnell, brennt ruhig und gibt seine Energie als Wärme ab.

Der richtige Standort

Der ideale Lagerplatz ist luftig, trocken und möglichst sonnig. Eine Hauswand mit Dachüberstand, ein Carport oder ein Holzunterstand eignen sich bestens. Wichtig ist, dass der Wind durch den Stapel streichen kann, denn Luftbewegung trocknet das Holz am effektivsten. Vermeiden Sie dagegen schattige, feuchte Ecken, in denen sich Nässe staut.

Nicht direkt auf den Boden

Der Boden gibt Feuchtigkeit ab, besonders nach Regen oder bei Schnee. Legen Sie Ihr Holz deshalb auf Paletten, Kanthölzer oder ein Holzrost. So bleibt unten ein Luftspalt, und das unterste Scheit zieht keine Nässe. Ein Abstand von rund zehn Zentimetern reicht in der Regel aus.

Richtig stapeln

Stapeln Sie die Scheite gerade und standsicher, mit der Rindenseite nach oben. So läuft Regenwasser besser ab. Lassen Sie zwischen Stapel und Hauswand einige Zentimeter Platz, damit die Luft zirkulieren kann. Zwischen den Reihen dürfen ruhig kleine Lücken bleiben. Bei längeren Stapeln empfehlen sich seitliche Stützen oder ein Kreuzverband an den Enden, damit nichts ins Rutschen gerät.

Abdecken – aber nicht komplett

Oben sollte das Holz vor Regen und Schnee geschützt sein. Eine Abdeckung aus Holzbrettern, Wellplatten oder einer Plane eignet sich dafür. Entscheidend ist, dass die Seiten offen bleiben. Eine rundum dicht verpackte Plane führt zu Kondenswasser und Schimmel, weil die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Decken Sie also nur das obere Drittel ab und lassen Sie die Seiten frei.

Kleiner Vorrat im Haus

Für die kalten Tage lohnt sich ein kleiner Vorrat direkt am Ofen. Holen Sie sich einige Tage vor dem Verbrennen eine Tagesmenge ins Haus, damit das Holz Raumtemperatur annimmt und letzte Oberflächenfeuchte verliert. Das verbessert das Brennverhalten spürbar. Größere Mengen sollten Sie aber nicht dauerhaft im Wohnraum lagern, denn dort kann sich Ungeziefer wohlfühlen.

Wie lange hält Brennholz?

Bereits getrocknetes Holz bleibt bei guter Lagerung über viele Monate, oft sogar Jahre, einsatzbereit. Frisch geschlagenes Holz benötigt je nach Holzart etwa ein bis drei Jahre, bis es die gewünschte Restfeuchte von unter 20 Prozent erreicht. Mit einem einfachen Feuchtigkeitsmessgerät können Sie das jederzeit prüfen: Spalten Sie ein Scheit und messen Sie an der frischen Bruchstelle.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Luftigen, trockenen und möglichst sonnigen Platz wählen
  • Holz auf Paletten oder Kanthölzern stapeln, nie direkt auf dem Boden
  • Oben abdecken, an den Seiten offen lassen
  • Rindenseite nach oben legen
  • Kleine Tagesmenge vor dem Verbrennen im Haus temperieren

Mit diesen Handgriffen holen Sie das Beste aus Ihrem Brennholz heraus. Wenn Sie Fragen zur Lagerung haben oder Ihren Vorrat für den Winter aufstocken möchten, beraten wir Sie gern.

Laisser un commentaire

Panier d’achat

0
image/svg+xml

No products in the cart.

Continuer vos achats