Brennholz – Ihr Ratgeber für richtig gutes Feuer
Brennholz ist nicht gleich Brennholz. Holzart, Trockenheit, Spaltung und Lagerung entscheiden darüber, wie viel Wärme Sie bekommen, wie sauber Ihr Ofen bleibt und wie lange das Feuer hält. Hier finden Sie alles Wichtige kompakt erklärt.
Die wichtigsten Holzarten im Überblick
Buche
Der Klassiker unter den Brennhölzern: hoher Heizwert, ruhiges Flammenbild und lange Glut. Buche eignet sich hervorragend für Kamin- und Kachelöfen.
Eiche
Sehr dicht und langsam brennend. Eiche braucht eine längere Trocknungszeit, belohnt aber mit gleichmäßiger, lang anhaltender Wärme.
Birke
Brennt lebhaft, entzündet sich leicht und verbreitet ein angenehmes Flammenbild. Ideal für offene Kamine und gemütliche Abende.
Esche
Gilt als eines der besten Brennhölzer: gut spaltbar, schnell trocken und mit hohem Heizwert.
Fichte und Kiefer
Nadelholz brennt schnell und heiß, eignet sich gut zum Anheizen. Wegen des Harzgehalts kann es beim Abbrand funken – daher besser im geschlossenen Ofen verwenden.
Warum die Trockenheit entscheidend ist
Frisches Holz enthält bis zu 50 % Wasser. Beim Verbrennen muss dieses Wasser erst verdampfen, was Energie kostet, die Ihnen als Wärme fehlt. Gut getrocknetes Holz mit einer Restfeuchte unter 20 % verbrennt sauberer, effizienter und schont Ofen und Schornstein.
- Unter 20 % Restfeuchte: ideal für sauberes Heizen (gesetzlich zulässig sind für Scheitholz bis zu 25 %)
- Hohe Heizleistung bei geringem Rauch
- Weniger Ruß an Ofenscheibe und Schornstein
- Bessere Umweltbilanz
Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät gibt Ihnen Sicherheit: Spalten Sie ein Scheit und messen Sie an der frischen Bruchstelle.
Richtig lagern
Auch das beste Holz braucht den richtigen Platz. So bleibt es trocken und einsatzbereit:
- Luftig stapeln, damit die Luft zwischen den Scheiten zirkulieren kann
- Nicht direkt auf dem Boden lagern, sondern auf Paletten oder Latten
- Von oben vor Regen schützen, seitlich aber offen lassen
- Sonnige, windgeschützte Plätze beschleunigen die Trocknung
- Einen kleinen Vorrat im Haus aufwärmen lassen, bevor er verbrannt wird
Richtig anfeuern
Beim Anzünden von oben brennt das Feuer sauberer und gleichmäßiger: Legen Sie die größeren Scheite unten auf, darauf kleinere, ganz oben Anzündholz mit einem Anzündwürfel. So entsteht weniger Rauch, und der Ofen erreicht schneller seine Betriebstemperatur.
Brennholz, Briketts oder Pellets?
Scheitholz
Flämmchen zum Anschauen, ideal für Kamin und Kaminofen. Je nach Holzart unterschiedliche Brenndauer.
Holzbriketts
Gepresstes Restholz, sehr trocken, lange Brenndauer und gut zu lagern.
Pellets
Automatisch dosierbar und gleichmäßig, perfekt für Pelletofen und Pelletheizung.
